Golo

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Magister Golo entstammt dem altehrwürdigen bohemischen Ritterstand. Er ist Sohn des bekannten Ritters Bordon von Glockenburg und der Edeldame Arina von Tesch. Am Hofe des Barons Heinrich von Rosenstein bekleidet er eine doppelte Rolle: als Gelehrter im Dienste der Akademie und als geweihter Priester der Henotischen Kirche. Golo gilt als äußerst belesen und gebildet. In ihm vereinen sich Wissenschaft und Glaube – zwei Berufungen, die nicht selten in Spannung zueinander stehen.

Kindheit[Bearbeiten]

Als nachgeborener Sohn hatte Golo früh die Einsicht, dass ihm in der familiären Erbfolge nur geringe Aussichten blieben. Die Beziehung zum Vater blieb daher zeitlebens distanziert. Auch zu seinen – teils deutlich älteren – Geschwistern entwickelte sich keine enge Bindung. Einzig seine Mutter war ihm in jungen Jahren eine Quelle von Schutz und Zuneigung. Im Alter von sechs Jahren entschied Bordon von Glockenburg, Golo auf die Klosterschule in Kirschwitz zu schicken. Die folgenden Jahre waren von Entbehrungen und Einsamkeit geprägt. Golo lebte dort fern von der Geborgenheit seiner Mutter, die er nach seinem Aufbruch nie wiedersehen sollte. Mehrfach unternahm er Fluchtversuche, die jedoch stets scheiterten und mit harten Strafen geahndet wurden.

Studienjahre[Bearbeiten]

Ein Wendepunkt trat ein, als der junge Akademische Rat Tiberius Konrad die Leitung der Klosterschule übernahm. Konrad gelang es, Golos Vertrauen zu gewinnen und wurde zu seinem wichtigsten Mentor. Als Konrad später an die Akademie von Brünn berufen wurde – eine der bedeutendsten Hochschulen Gamundiens –, nahm er den mittlerweile herangewachsenen Golo mit. Nach bestandener Aufnahmeprüfung begann Golo dort sein Studium. An der Akademie vertiefte Golo seine Kenntnisse in den Sieben Freien Künsten sowie in Theologie und Rechtswissenschaften. Er wurde Jurist im Dienst des Obersten Kirchenrates der Henotischen Kirche und empfing die Priesterweihe.

Aufbruch nach Rosenstein[Bearbeiten]

Sein ruhiges akademisches Leben endete unerwartet, als ihn der Kirchenrat an den Hof von Baron Heinrich von Rosenstein entsandte. Aufgrund der besonderen politischen Stellung der Baronie Rosenstein innerhalb des Gamundischen Reiches bestand dort seit jeher der Anspruch auf einen akademischen Berater. Die Entscheidung für Golo wurde maßgeblich von seinem früheren Mentor und nunmehrigen Präses der Akademie, Tiberius Konrad, beeinflusst. Golo nahm die Aufgabe an, ohne zu ahnen, welche Prüfungen noch bevorstehen würden - Prüfungen, die sich fürwahr als existenzielle Gefahren für seinen Verstand, seine Seele und seinen Körper herausstellen sollten...